Umfassende Sanierung des Stadtturms

17.07.2026 10:39

BGM Christian Gepp, VZBGM Bernadette Haider-Wittmann, GR Johann Pirgmayer, GR Georg Köhldorfer, GR Thomas Sauer, GR Elisabeth Kerschbaum und STR Bernd Herzog beim Start der ersten Bauphase

BGM Christian Gepp, VZBGM Bernadette Haider-Wittmann, GR Johann Pirgmayer, GR Georg Köhldorfer, GR Thomas Sauer, GR Elisabeth Kerschbaum und STR Bernd Herzog beim Start der ersten Bauphase ©Stadtgemeinde Korneubur

Seit Jahrhunderten ist der Stadtturm mit seinen 47 Metern Höhe das Herzstück der Korneuburger Silhouette. Um dieses bedeutende historische Monument dauerhaft zu erhalten und auch für künftige Generationen zu bewahren, startet die Stadtgemeinde Korneuburg nun mit einer umfassenden, in zwei Abschnitte gegliederten Sanierung und statischen Ertüchtigung.


Erster Bauabschnitt: Statistische Absicherung im Inneren
Der Startschuss für das Projekt fiel Anfang Juli mit dem ersten Bauabschnitt, der voraussichtlich bis Dezember 2026 abgeschlossen sein wird. Im Fokus dieses ersten Schrittes steht die notwendige statische Ertüchtigung im Inneren des Turms. Diese Maßnahmen sind essenziell, um das Tragwerk des Turms nachhaltig zu stabilisieren und für die Zukunft abzusichern.

Im Anschluss ist bereits der zweite Bauabschnitt geplant: Von Frühjahr 2027 bis Herbst 2028 folgen die statische Ertüchtigung der oberen Geschosse sowie eine umfassende und fachgerechte Fassadensanierung, die dem Turm auch optisch wieder neuen Glanz verleihen wird.


Ein geschichtsträchtiges Monument unter Denkmalschutz
„Der Stadtturm ist nicht nur ein architektonisches Meisterwerk, sondern ein tief verwurzeltes Denkmal der Stadt. Mit dieser Sanierung tragen wir der historischen Verantwortung Rechnung“, so Bürgermeister Christian Gepp. 

Der Korneuburger Stadtturm wurde im 15. Jahrhundert über dem Chor der noch älteren Nikolaikirche errichtet und um das Jahr 1445 fertiggestellt. Dieses ehemalige Kapellengeschoss unterhalb des Tankgeschosses zeugt bis heute von den mittelalterlichen Ursprüngen. Über Jahrhunderte hinweg erfüllte der Turm eine lebenswichtige Funktion für die Stadt: Vom Türmer bewohnt, diente er dem Melden von herannahenden Soldaten und Bränden.  Zu den Aufgaben des Türmers gehörte es auch, die Nachtstunden auszurufen, das Ave-Maria sowie die Sperrstunde zu läuten und bei feierlichen Anlässen wie Hochzeiten oder hohem Besuch „aufzublasen“.

Nach schweren Beschädigungen, insbesondere im Dreißigjährigen Krieg, erhielt der Turm im Zuge einer umfassenden Restaurierung im Jahr 1890 anlässlich des 40-jährigen Regierungsjubiläums von Kaiser Franz Joseph I. sein heutiges charakteristisches Aussehen. Nur wenige Jahre später, in den Jahren 1894/95, wurde das neue Rathaus direkt an den Stadtturm angebaut, wofür das alte Kirchenschiff der Nikolaikirche abgetragen werden musste. Heute stehen sowohl das Rathaus als auch der Stadtturm unter Denkmalschutz.